2010
Sub-archives
Aug 07, 2010
Genesis Breyer P-Orridge (Throbbing Gristle/Psychic TV)
Genesis Breyer P-Orridge (* 22. Februar 1950 als Neil Andrew Megson in Manchester) ist ein englischer Performance-Künstler, Musiker und Schriftsteller. Anfang der 1970er gründete er zusammen mit Cosey Fanny Tutti und ihrem Partner, dem Musiker Chris Carter, die Performancegruppe Throbbing Gristle. Nach der Trennung von Throbbing Gristle gründete Orridge 1981 mit Peter Christopherson die Gruppe Psychic TV. Seit dem Jahr 2000 begann der Künstler gemeinsam mit Lady Jaye das Kunstprodukt „Breyer-P-Orridge” zu erschaffen. Ziel von P-Orridge und Breyer ist es, gemeinsam ein androgynes Zwitterwesen zu schaffen: So lässt sich P-Orridge als „S/He” zur Mann/Frau transplantieren und unterwirft sich zahlreichen chirurgischen Eingriffen, die Brustimplantate, Fettabsaugungen, Hautstraffungen usw. umfassen. Auch seine Zähne weichen einem komplett aus Gold gefertigten künstlichen Gebiss. Er/sie ähnelt damit mehr und mehr seiner um etliche Jahre jüngeren Partnerin.
Anfang der 1970er gründete Genesis Breyer P-Orridge zusammen mit Cosey Fanny Tutti und ihrem Partner, dem Musiker Chris Carter, die Performancegruppe Throbbing Gristle. Throbbing Gristle sorgte bald für Aufsehen und prägte den Begriff Industrial Music. Auftritte von Throbbing Gristle galten stets als prekär, da die vier Protagonisten Stilelemente aus dem Nationalsozialismus verwendeten, Gewalt und Pornografie kolportierten und Serienmörder und Okkultismus in ihren enervierenden Geräuscheruptionen „besangen”. Throbbing Gristle trennten sich 1981, treten jedoch seit 2004 wieder gemeinsam auf.
Nach der Trennung von Throbbing Gristle gründete Orridge 1981 mit Peter Christopherson (später Coil) die Gruppe Psychic TV
Ihr Debüt war 1982 bei einem Event namens The Final Academy, einer viertägige Multimedia-Orgie in Manchester und in der Galerie B2 in Süd-London, mit Performance, Literatur, Film und Musik. Neben Psychiv TV traten z.B Cabaret Voltaire und William S. Burroughts auf. Technisch wurde neben Videoprojektionen und der visuell-halluzinatorischen Dreammachine auch digitales Sampling eingesetzt.
Die Gruppe gründete den als Propaganda-Instrument gedachten Temple of Psychic Youth (TOPY). Die lose Kommune scharte eine Reihe junger Leute in London um sich, propagierte aber ihre Ideen auch über Konzerte und Schriften, etwa unter dem Titel psychic music for psychic youth. Die Anhänger verehrten P-Orridge wie einen Guru. . Dieser berief sich auf Arbeiten von William S. Burroughts, Brion Gysin, Austin Osman Spare. Psychic TV thematisierte Geschlechtlichkeit und konfrontierte die Öffentlichkeit Mitte der 1980er unter anderem mit den Methoden des Piercings und der Sigillenmagie.
(Vgl: http://de.wikipedia.org/wiki/Genesis_P-Orridge)
H/She
Im Werk Genesis Breyer P-Orridge’ (und seiner MitstreiterInnen) trifft man seit Beginn auf eine radikale Auseinandersetzung mit Transgender, Sexualität, Crossdressing, Radical-Queer, Pornographie, Sexualmagie und Hedonismus. Diese Momente werden in diversen Darstellungsformen exponiert. Genesis Breyer P-Orridge selbst verändert eben dies Selbst zu einem S-E-LF. Das antipapistische doppelseitige Psychic Cross [YXCVBNMZUERSETZEN!], das er zeitweilig verwendete, bringt die Doppelseitigkeit, Verkehrung und gegenideologische Verwendung klar zum Ausdruck. Nicht mehr das Spiegelspiel von I und Eye steht im Vordergund, sondern der Spiegel wird zur Schwelle einer magischen Durchdringung. Diese Pandrogynität verlangt nach einem anderen E. Einer Radikalisierung der Selbsttransformation. Becoming E. Damit wird die identifikatorische Praxis unter Leitung des Ich unterbrochen und der Körper einem Werden überantwortet, das nicht zu sich findet, sondern anderes – S-E-LF – produziert. So entstehen Singularitäten, deren Idiosynkrasien ausschweifen. Ein gender blending also, dessen blending die antike griechische Vorstellung der krasis nicht allein in Betracht zieht sondern in Totalanschlag bringt. Eine Mischung, die nichts mit einer mixis zu schaffen hat, bei der die Mischungskomponenten in einem nachträglichen Vorgang wieder getrennt werden können. Die krasis ist die ultimative und endgültige Mischung, die ein Drittes entspringen lässt. Was dergestalt flieht oder ausfliegt ist schärfste Attacke gegen oder Konfrontation einer krisis als Teilung der Entscheidung. Antithese zu jedem Versuch, den Krieg zu hegen, weiterhin im Rahmenwerk der Dualismen zu nisten und dieses durch strategische Verfügbarmachung und hierarchische Verteilungslogik zu stabilisieren. Durch Genesis Breyer P-Orridges Eingriffe und Veränderungen seines Körpers folglich auch eine radical-queer-attack. Die Freisetzung eines Programms ist anvisiert, das sowohl vom Instinkt, als auch von der encodierten DNA-Information gespeist wird. Kurz: Zuerst die Einschreibung eines Begehrens in eine wie auch immer geartete „Tiefenstruktur“, und dann der anschließende Ausbruch dieses Begehrens im Leib des oder der Einschreibenden mit ungeahnten Konsequenzen und als neues Fleisch. Das bedeutet nicht zuletzt auch eine schroffe Absage an die bornierte Identitätsversessenheit und das peinliche Anerkennungs-BlaBla des Gay- and Lesbian-Establishments.(aus siehe: http://www.clubtransmediale.de/index.php?id=1262)
http://www.youtube.com/watch?v=6qFq03QAn3w
http://www.youtube.com/watch?v=k9D21xdwJc0
http://www.youtube.com/watch?v=vmLvQKmsUCQ
http://www.youtube.com/watch?v=QbkgK-eQqpk
UR - Underground Resistance - Hoody
Die Klamotte mit der größten Signifikanz in der europäischen Club-Welt ist wahrscheinlich die zweite Hälfte der 90er über der Kapuzenpullover mit dem “Underground Resistance”-Schriftzug.
Anfang der 90er entwickelten Marken wie Scotch & Soda, Home Boy, Sabotage, Mecca, Buffalo eine dezidierte Techno-Klamottenästhetik, die in ihrer Kombination aus Funktionalität, ausgeprägten SciFi-Referenzen und Sexiness (für alle Geschlechter) einen Zwitter aus den Forderungen von Fashion und Stil schaffte. Diese “Clubwear” repräsentierte Techno, als es sich über die “ravende Gesellschaft” zum Freizeitzirkus blähte.
Underground Resistance hingegen stand für Undergroundmusik und Clubculture die mehr war (als eben dieser Freitzeitzirkus). Feiern wurde als produktiv und gegenkulturell betrachtet. Mode stand nicht so sehr im Vordergrund, sie sollte haupsächlich funktional sein. Zum klassischen UR-Hoody trug man meistens Trainingshosen oder Militärhosen. (vgl: http://de-bug.de/mag/3490.html)
Underground Resistance (kurz UR) ist ein US-amerikanisches Label und Musikprojekt aus Detroit
Underground Resistance wurde am 2. November1989 von Jeff Mills und Mike Banks („Mad Mike“) gegründet. Mills arbeitete vor dieser Zeit an einem Projekt namens „The Final Cut“, eine Formation, dieTechno und Industrial Rock produzierte. Nachdem er „Mad Mike“ traf, entdeckten beide Vorlieben und Gemeinsamkeiten in ihrer Musik und Produktionstechnik und fingen an gemeinsam zu produzieren. Zur Gründung von Underground Resistance sagt Mike Banks: „UR ist aus der Kraft von Publik Enemy und aus der Liebe für die deutsche Präzision von Kraftwerk entstanden.“
Die erste Veröffentlichung „Your Time Is Up“ lässt sich als Houseplatte einordnen, sie zeichnet sich durch Synthpianos und dem Gesang der Detroiter Sängerin Yolanda aus. Mit der Katalognummer 7 setzten die Macher später eine EP nach, welche „Living For The Nite“ heißt und in eine ähnliche Richtung ging.
Der Kult um Underground Resistance entstand mehr oder weniger durch ein spektakuläres Marketing. Kleine, politische Botschaften und Comicbilder, auf den Platten verwirrten die Plattenbosse und normale Plattenkäufer. Meist traten die Akteure (Mills, Banks und Robert Hood, der UR als MC unterstützte und später Mitglied wurde) maskiert auf. Ihr militantes Auftreten (Camouflagehosen, schwarze t-Shirts sorgte zusätzlich für Verwirrung. Live-Auftritte werden als Assaults (dt. Angriffe, Stürme) bezeichnet. Es wurden Platten veröffentlicht (manchmal nur in Detroit erhältlich), die verkehrt herum liefen und somit von herkömmlichen, automatischen Plattenspielern nicht abgespielt werden konnten. (siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/Underground_Resistance)
Apr 21, 2010
Wearable Toy Piano for DIYs
Piano me! Toy Piano embedded on a T-shirt instructions for the Electronic Textile Workshop Zürich 12/2009 by Hannah Perner-Wilson
Wearable Toy Piano
A Toy Piano embedded on a T-shirt. It has 8 keys from Do to Do (1 octave). You can play simple music by wearing the shirt and pushing the fabric button on the shirt. All the components from the toy piano (batteries, speaker, circuit board) are placed on the shirt and connected with poppers. All these hard components are detachable so that you can wash it if you wish.
This particular Instructable is made for the Electronic Textile workshop that will be held in Zurich/Switzerland on Saturday 7th December 2009 as part of the DIY Festival Zurich . If you are interested in this workshop, please contact the festival.
see also:
Apr 11, 2010
David Bowie
David Bowie aka David Jones wird am 08.01.1947 in London geboren. Er gilt als das Chamäleon der Popmusik. Über die Jahre schlüpft er in die verschiedensten Rollen: Vom androgynen Bürgerschreck in Mädchenkleidern in den 70ern (Ziggy Stardust), über den braungebrannten Schwiegermuttertraum in den 80ern, zum Rocker Anfang der 90er. Und schließlich mutiert der reife Mitt-Fünfziger zum Großaktionär (er bietet sein Gesamtwerk an der Börse an) und Drum´n´Bass-Fan. Vor allem zwischen 1970 und 1985 kommt diese Verwandlungsfreudigkeit Bowies beim Publikum gut an. Bowie erarbeitet sich in dieser Zeit seinen unumstrittenen Ruf als Weltstar. In dieser Phase schreibt er zeitlose Songs (wie Space oddity, Rebel rebel, Heroes, Let´s dance) und trifft mit seinen Bühnencharakteren den Nerv der Zeit. Außerdem hilft er anderen Rockstars (Iggy Pop/ Lou Reed) als Produzent/ Songwriter wieder zu Erfolg. Desgleichen genießt er als Schauspieler große Erfolge (z.B. 1980 am Broadway in "The Elephant Man"). Ab 1986 scheint der Multimillionär aber genug zu haben. Eher lustlos versucht sich Bowie als Rocker, dann als Maler und 1997 sogar als Drum´n´Bass-Musiker. Die große Aufmerksamkeit bleibt aber aus. Erst 1999 besinnt er sich seiner Stärken und legt mit "hours..." ein Album vor, das seine besten Arbeiten Ende der 70er wieder in unserer Zeit aufleben lässt. Es folgt das ebenfalls 70er-Jahre getönte "Heathen" Album. Schließlich sozusagen das erste Alterswerk "Reality"(2003), mit den programmatischen Titeln "Never get old" und "Bring me the disco king". (vgl: http://www.motor.de/kuenstler/david_bowie/biografie)

The Rise and Fall of Ziggy Stardust
The Rise and Fall of Ziggy Stardust beschrieb Richard Cromelin im Rolling Stone-Magazin vom 20. Juli 1972 als David Bowies bisher thematisch ambitiösestes und musikalisch kohärentestes Album. Der Musiker gab sich androgyn, was damals modisch war, wobei David Bowie, wie während seiner ganzen Karriere bis heute durchaus den Zeittrends nicht abhold war, im Gegenteil. Doch dabei wurde er (fast) nie seicht, oberflächlich, beliebig. Für Cromelin war Bowies Androgynität kein blosser Reklametrick, aber doch Teil seines Images und seiner Kunst. Schon damals setzte sich der Künstler mit Frustrationen auseinander. Sein Album umspannte eine bittersüsse Melancholie. David Bowie war nicht nur extravagant, schreiend anders, sondern er pflegte die Nuance, die Zwischentöne. Cromelin verwies 1972 auf Bowies Lieblingsthemen: die Sterblichkeit, die Notwendigkeit, sich mit dem Schmerz zu versöhnen, abzufinden, Konflikte zwischen alt und neu. Lady Stardust, Starman oder Ziggy Stardust sind Klassiker der Popmusik, die heute niemanden mehr schockieren und beweisen, wie weit David Bowie seiner Zeit voraus war..
(vgl: http://www.cosmopolis.ch/cosmo9/Bowie.ht)


http://www.youtube.com/watch?v=Sa6bI_95G9I
http://www.youtube.com/watch?v=6dQWzdUVMbI
Apr 07, 2010
We feed the world- Kritik an der zunehmenden Massenproduktion
We Feed the World ist ein österreichischer Dokumentarfilm, der ein kritisches Licht auf die zunehmende Massenproduktion von Nahrungsmitteln und die Industrialisierung (zum Beispiel in der Massentierhaltung) wirft.
Wagenhofer plante ursprünglich, einen ausführlichen Dokumentarfilm über Wiener Märkte zu drehen. Bei der Recherche jedoch eröffneten sich weitläufigere Perspektiven. So begann Wagenhofer beispielsweise nachzuforschen, woher Händler die Lebensmittel beziehen. Seine Intention war es, über die Nahrungsmittelproduktion und ihre Zusammenhänge aufmerksam zu machen und das Bewusstsein der Zuschauer in Bezug auf ihren Nahrungsmitteleinkauf zu erweitern.
http://de.wikipedia.org/wiki/We_Feed_the_World
"Super Size Me" Angriff der Killer-Burger
30 Tage lang ernährte sich der New Yorker Filmemacher Morgan Spurlock ausschließlich von McDonald's-Produkten. Die verheerenden Folgen schildert er in seiner polemisch-amüsanten Dokumentation "Super Size Me" - einem Film, der nicht nur den Fast-Food-Giganten das Fürchten lehrte. Ein Selbstexperiment und Demonstration gegen unserer Konsum und Fast- Foodgesellschaft.
Ähnlich wie sein Kollege Michael Moore inszeniert sich Spurlock als ebenso humoriger wie populistischer Protagonist seiner eigenen One-Man-Show, ein Robin Hood der Übergewichtigen, der auszieht, das böse "Corporate America" das Fürchten zu lehren.

http://www.spiegel.de/kultur/kino/0,1518,308577,00.html
Black Power
Black Power ist ein Slogan der Bürgerrechtsbewegung der Afroamerikaner in den USA, der sich an einen Buchtitel von Richard Wright (1908–1960) anlehnt. Der Bürgerrechtler und Vorsitzende des Student Nonviolent Coordinating Committee, Stokely Carmichael (1941–1998) prägte den Begriff 1966 nach einer Demonstration in Jackson, bei der es zum Zerwürfnis mit der Bürgerrechtsbewegung unter Führung Martin Luther Kings gekommen war.
Dear Mr. President
Dear Mr. President ist eine Single der US-amerikanischen Sängerin Pink. Das Lied ist das fünfte Lied auf dem Album I’m Not Dead und ein offener Brief an George W. Bush.[1] Als Single erschien es in Deutschland am 27. April 2007 bei Sony BMG.[2] In den USA wurde es nur als Teil des Albums, aber nie als Single veröffentlicht.
Das Lied besteht aus einer Reihe von Fragen in anklagendem Ton wie etwa: „Was fühlst du, wenn du all die Obdachlosen auf der Straße siehst?“
http://de.wikipedia.org/wiki/Dear_Mr._President
Mar 30, 2010
Guerrilla Girls, anonymer Kampf gegen Diskriminierung von Frauen und Nichtweißen
Die Guerrilla Girls sind eine seit 1985 anonym operierende Künstlerinnengruppe aus New York City, deren Markenzeichen Gorillamasken sind. Die Mitglieder verwenden als Pseudonyme die Namen toter Künstlerinnen, wie z. B. Frida Kahlo, Eva Hesse, Paula Modersohn-Becker, Käthe Kollwitz, Gertrude Stein, Georgia O’Keeffe [1]. Wie groß die Gruppe wirklich ist und wer dazugehört, ist nicht bekannt. Die Plakat- und Postkartenaktionen und die öffentlichen Auftritte der Guerilla Girls machen auf den Ausschluss von Frauen und Nichtweißen aus dem Kunstbetrieb aufmerksam. http://de.wikipedia.org/wiki/Guerrilla_Girls
http://www.shamelessmag.com/media/content/2008/02/guerrillagirls.jpg
Sonic Fabric- fishman rhythm dress ("the musical suit")
n 2003 i was commissioned to make a dress for jon fishman out of "sonic fabric", a textile woven from recycled audiocassette tape. for the project jon lent me his entire tape collection, and i went about sampling snippets of his favorite stuff: sun ra, zeppelin, hendrix, prince, etc. from this collection of samples i made a 4 layer deep collage, which i recorded onto reels of tape before weaving the fabric from which i made the dress. sonic fabric is made audible by running a tape head along its surface. for this show, jon was fitted with a special pair of tape head gloves. since jon and i both seemed to have a penchant for orange donuts, i made the "musical suit" an exact replica of the dress he traditionally wore on stage. this video of the intro to "love you" from the vegas show in 2003 was provided by an anonymous fan (THANK YOU!!). for more information, please see my other websites, sonicfabric.com, alycesantoro.com, and improbableprojects.com ... (
http://www.sonicfabric.com/
RebellInnen! Geschichten erfahren mit dem Omnibus
Wann wurden welche politischen Forderungen auf den Straßen von Linz laut? Wie schrieben sie sich in den Stadtraum ein? Die Bustouren ›Von einem Kampf zum Anderen‹, ›Kämpfen, sticken und Rosen‹ und ›Papiere, Arbeit, Aufenthalte‹ begeben sich auf eine Spurensuche nach Geschichte und Gegenwart sozialer Kämpfe in Linz.
http://www.trafo-k.at/prodetail.php?id=42&refer=proauswahl.php?p=1
China Blue- über die Ausbeutung in der Jeansproduktion
Der Dokumentarfilm begleitet die 17jährige Jasmine auf ihrer Reise von ihrem Geburtort in der bäuerlichen Provinz Chinas in die boomende Textilstadt Shaxi, die zwei Tagesreisen entfernt ist. Sie ist gekommen, um sich eine Arbeit zu suchen, da ihre Eltern es sich nicht leisten können, sie weiter in die Schule gehen zu lassen. Sie findet Arbeit als Fadenabschneiderin in einer Jeansfabrik. Dann zeigt der Film ihren Alltag, das Leben in den Baracken, die Tätigkeit, die sie manchmal bis zu 20 Stunden am Tag durchführen muss, die Erschöpfung, das Leben in der Stadt, das Heimweh nach ihrer Familie. Er zeigt sie, wenn sie isst, schläft, Tagebuch schreibt.
http://www.filmtipps.at/films/china.php
Gynozentrismus- eine Form des Feminismus
Der Gynozentrismus ist ein Konzept, das „die Frau“ in den Mittelpunkt stellt und tendenziell „den Mann“ diskriminiert. Der Begriff ist abgeleitet aus dem Altgriechischen "gynaikos" (Gen.) = Frau. Er geht zurück auf Iris Marion Young, welche 1985 [1] die bis 1970 vorherrschenden liberalen, radikalen und sozialistischen Feminismustheorien als „humanistic feminism“ (dt.: Humanistischer Feminismus) kennzeichnete und davon die aufkommenden Theorien als Gynozentrismus oder gynozentrischen Feminismus benannte.[2]
Gynozentrismus tritt häufig in Zusammenhang mit radikalfeministischen Theorien auf. Diese Theorien werden überwiegend im Zusammenhang mit Gender Studies und dem Feminismus in den Vereinigten Staaten untersucht.
http://de.wikipedia.org/wiki/Gynozentrismus
Plastic Planet- Willkommen im Plastikzeitalter
Wir sind Kinder des Plastikzeitalters: vom Babyschnuller bis zur Plastikdose für das Müsli, von der Quietscheente bis hin zur Trockenhaube. Plastik ist überall: In den Weltmeeren findet man inzwischen sechsmal mehr Plastik als Plankton und selbst in unserem Blut ist Plastik nachweisbar!
http://plastic-planet.de/
Revolution- The Beatles
http://www.youtube.com/watch?v=Imb4tYOk8GE
You say you want a revolution
Well, you know
We all want to change the world
You tell me that it's evolution
Well, you know
We all want to change the world
But when you talk about destruction
Don't you know that you can count me out
Don't you know it's gonna be all right
all right, all right (...)
http://www.lyrics007.com/The%20Beatles%20Lyrics/Revolution%20Lyrics.html
Kokarde, der Großvater des heutigen Button
Eine Kokarde ist ein ursprünglich kreisförmiges Abzeichen oder Aufnäher, meist militärischer oder politischer Bedeutung, auf Kleidern, an Uniformmützen, als Lackierung auf Flügeln von Militärflugzeugen usw. Spätere Formen waren Schleifen und Ovale, z.T. mit seitlichen Flügeln (Luftwaffe, NVA). Nach den Regeln der Heraldik steht in der Mitte immer die wichtigste, die sogenannte Herzfarbe. Die Farben werden von innen nach außen aufgezählt. Im 17. Jahrhundert verstand man in Frankreich unter Coquarde eine am Hut befestigte Bandschleife als Zeichen für die Zugehörigkeit zu einer politischen Gruppierung. Im Frankreich der Französischen Revolution entstand die Revolutionskokarde. Sie wurde an den Kleidern oder auf Mützen getragen als sichtbares Zeichen, Anhänger der Revolution zu sein.
http://de.wikipedia.org/wiki/Kokarde_(Abzeichen)
Marlene Dietrich und der Frack
Marlene hatte den Ruf, außerordentlich sexy zu sein, aber sie war viel zu intelligent, um ein einfaches "Sexobjekt" zu sein. Sie lebt in unserer Erinnerung als Leinwandgöttin, Ikone und Legende weiter. Nach Marlenes Tod schrieb Elfriede Jelinek: "Diese Frau wurde nicht vom Blick geschaffen, so wie jeder-sie-haben-will, eine für viele, sondern sie taucht auf, wird gezeigt, ihre Flügel heben sich, und, tatsächlich, sie schaut zurück!" Diese Webseite versucht nicht, eine tiefgreifende Biographie darzustellen. Diese Homepage ist eine Hommage an die Frau, deren Mythos mich vor einigen Jahren, im Alter von 15, packte. Ihre Filme, ihre Songs und ihr politisches Engagement gegen Hitler haben Marlene unsterblich gemacht. Sie überwand alle Grenzen, die die Gesellschaft so eng um Sprachen, Nationen und auch um die Rollen der Geschlechter gezogen hat. Kenneth Tynan schrieb: "Sie hat Sex, aber kein bestimmtes Geschlecht". Marlene war unvergleichl ich und es wird nie wieder eine solche Persönlichkeit geben.
http://www.floerken.de/keun/zeitg/mdlife2.htm
Coco Chanel - one of the first designers who worked with jersey and antiquated the corset
Gabrielle Bonheur “Coco” Chanel (August 19, 1883 – January 10, 1971)[1] was a pioneering French fashion designer whose modernist philosophy, menswear-inspired fashions, and pursuit of expensive simplicity made her arguably the most important figure in the history of 20th-century fashion. Her influence on haute couture was such that she was the only person in the field to be named on TIME Magazine’s 100 most influential people of the 20th century.[2]
Chanel introduced in 1913 women’s sportswear at her new boutique in Deauville, France, in the Rue Gounaut-Biron; Marthe, Countess de Gounaut-Biron, (daughter of American diplomat John George Alexander Leishman) was Chanel’s first aristocratic client.
http://fashionrevolution.wordpress.com/2008/01/08/coco-chanel/
Jan 26, 2010
projekt
"wo es macht gibt, gibt es widerstand" -michel foucoult. regenhaube/stencil/ spray. dieses projekt wurde im rahmen der lehrveranstaltung science fashion/vertiefung gestaltung als performative form des straßenprotests konzipiert. untersucht wurde die schnittstelle zwischen vermummung und gleichzeitiger transparenz. die einzelnen wörter lassen sich durch die jeweiligen träger_innen unterschiedlich kombinieren und somit neue bedeutung entstehen. wird angewandt am: 11. märz bei der "auftakt demo", gegen den in wien stattfindenden bologna gipfel. pics will follow!
Jan 14, 2010
the peace fleece
Blend of Russian, Romanian, American, Israeli and Palestinian wools
A yarn company committed to helping historic enemies cooperate and prosper through trade. Peace Fleece offers knitting yarn made from a blend of Russian, Romanian, American, Israeli and Palestinian wools as well as felting supplies, batts for quilters, Russian handpainted knitting needles and wooden buttons, patterns, knitting and felting kits and batting and raw fleeces for hand spinners.
Brot und Rosen
http://radicalcrossstitch.com/
Brot und Rosen ist eine eine Streik-Parole und wurde als Lied mit dem Streik von 14.000 Textilarbeiterinnen in Lawrence, Massachusetts bekannt. Und wird daher heute immer wieder von Radical Crafting Aktivist_innen aufgenommen.
Brot und Rosen (Liedtext, vgl. wikipedia engl.)
- Wenn wir zusammen gehen, geht mit uns ein schöner Tag
- Durch all die dunklen Küchen, und wo grau ein Werkshof lag,
- beginnt plötzlich die Sonne uns're arme Welt zu kosen,
- und jeder hört uns singen Brot und Rosen!
- Wenn wir zusammen gehen, kämpfen wir auch für den Mann,
- weil ohne Mutter kein Mensch auf die Erde kommen kann
- Und wenn ein Leben mehr ist als nur Arbeit, Schweiß und Bauch,
- wollen wir mehr Gebt uns das Brot, doch gebt die Rosen auch.
- Wenn wir zusammen gehen, gehen uns're Toten mit
- Ihr unerhörter Schrei nach Brot schreit auch durch unser Lied.
- Sie hatten für die Schönheit, Liebe, Kunst, erschöpft nie Ruh.
- Drum kämpfen wir ums Brot und wollen die Rosen dazu.
- Wenn wir zusammen gehen, kommt mit uns ein bess'rer Tag.
- Die Frauen die sich wehren, wehren aller Menschen Plag.
- Zu Ende sei dass kleine Leute schuften für die Großen.
- Her mit dem ganzen Leben Brot und Rosen!
- Der Slogan Brot und Rosen stammt aus einem Gedicht von James Oppenheim, welches 1911 im American Magazine veröffentlicht wurde und den Frauen im Westen gewidmet ist.
Kämpfen, sticken und Rosen war eine der Bustouren von: RebellInnen! Geschichten erfahren mit dem Omnibus von trafo K. während Linz 09. Hervorgegangen sind die experimentellen Touren aus einem gemeinsamen Prozess mit Linzer Initiativen: der Gewerkschaftsjugend Oberösterreich, der Pädagogischen Hochschule der Diözese Linz, der Kunstuniversität Linz und Radio FRO.
links:
http://www.linz09.at/rebellinnen
- http://www.youtube.com/watch?v=WJussf1BRN4
- http://www.trafo-k.at/prodetail.php?id=42&refer=proauswahl.php?p=1
Jan 11, 2010
Rote Zora > Texte Online
http://www.freilassung.de/div/texte/rz/dir/rz_frei.htm
Hawel, Marcus: Politische Protestbewegungen/Probleme und Perspektiven nach 1968
France-Télécom-Mitarbeiter protestieren
24 Angestellte von France Télécom brachten sich in den vergangenen 18 Monaten um, weil sie den Joballtag nicht mehr aushielten. Auch hierzulande sind immer mehr Arbeitnehmer depressiv. Die wirtschaftlichen Schäden sind enorm – doch die meisten Firmen reagieren hilflos auf das Problem.
Menschenrechts-Prozess gegen Shell
05.04.2009: Der Öl-Gigant Shell steht im Mai wegen der Verletzung von Menschenrechten in Nigeria vor Gericht. Hunderte Millionen Euro Strafe drohen.
Holert, Tom/Terkessidis, Mark (1996): Mainstream der Minderheiten. Pop in der Kontrollgesellschaft.
Holert, Tom/Terkessidis, Mark (1996): Mainstream der Minderheiten. Pop in der Kontrollgesellschaft. Berlin: Edition ID-Archiv.
http://www.nadir.org/nadir/archiv/Diverses/pdfs/holert_mainstream.pdf
Mit 1989, Rostock, Hoyerswerda und der These vom >>Ende der Jugendkultur<<
verlor auch das Wörtchen Pop seine vielbeschworene Unschuld.
Die subkulturellen Codes und Stile gerieten nun generell unter
Verdacht, nur wenig Auskunft über die Einstellung und Haltung
von Individuen zu geben. Viel wurde hierzu in den letzten sieben
Jahren diskutiert, doch mit kaum feststellbarem Ergebnis.
Mainstream der Minderheiten setzt an dieser
Diskussion an und untersucht die Funktionen, die Pop
als Vehikel für Minderheitenkulturen, aber ebenso für die Zwecke
nationaler Repräsentation tauglich macht. Entwicklungen wie Techno,
Swingbeat, Britpop oder Crossover werden nicht außer acht gelassen,
jedoch immer wieder auf die Schlüsselaspekte von Repräsentieren
und Repräsentiertwerden, Ein- und Ausschlußmechanismen bezogen.
Die Beiträge geben einen Einblick in die gegenwärtige kritische
Popdiskussion und treiben sie analytisch voran. Der Band wird
mit Sicherheit ein widerstreitendes Echo auslösen und für die
eine oder andere Aufgeregtheit sorgen.
Mit Beiträgen von:
-Diedrich Diederichsen: Pop-Subjektivitäten
-Christoph Gurk: Pop-Ökonomie
-Uli Hufen: Pop in Osteuropa
-Mark Terkessidis: Die Ethnie und der deutsche Schlager
-Birgit Schmitz: Die >>Jugend<< und die Jugendkultur
-Kerstin Grether: Identitätsmuster für Frauen im Musikbiz
-Tom Holert: Pop als Arbeitsfeld für Intellektuelle
-Mercedes Bunz: Techno als >>internationaler Underground<<
-Barbara Kirchner: Techno in den Medien
-Ralph Christoph: Rollenspiele im HipHop
u.a.
vgl: http://www.nadir.org/nadir/initiativ/id-verlag/books/Mainstre.htm
Sturmhaube/ Hasskappe/Hassmaske
Zweckentfremdet wird sie auch zum Identitätsschutz / zur Vermummung verwendet und wird in diesem Zusammenhang manchmal auch Hasskappe/Hassmaske genannt.

Jedoch gibt es auch DesignerInnen/ KünstlerInnen die sich in subversiver/individueller Form mit dem Thema beschäftigen.


"The Fear in the air has taken a physical form. People are constantly reminded of this lingering menace, blown up to unimaginable proportions. We walk the streets with eyes wide opened, searching for the mysterious object. Anything can be the enemy, from a suitcase to a dollhouse." (http://sum1.onreact.com/?p=785)
Büstenhalter brennen
Die neue Frauenbewegung entstand an vielen Orten gleichzeitig. In Frankreich verfasste Simone de Beauvoir schon 1949 "Das andere Geschlecht", das unzählige Frauen in aller Welt zu ihrer "Bibel" machten. In den USA verbrannten Aktivistinnen der "Women's Liberation Front" ("Frauen-Befreiungs-Front") öffentlich ihre BHs.
Anti-Jagd Demo
Die Initiative zur Abschaffung der Jagd versteht sich als Zusammenschluss von Einzelpersonen, Gruppen und Organisationen, die den alltäglichen Wahnsinn in unseren Wäldern nicht mehr länger dulden wollen.
Demo: Berlin, Oktober 2009